Reisebericht Rumänien November 2018

Reisebericht des Tierschutzvereins Blaulichtpfoten e.V. nach Rumänien im November 2018

aktuelle Videos/Livestreams weiter unten zu finden

 

 

Wir sind zurück aus Rumänien, zurück aus einer anderen Welt, einer Welt voll mit traurigen Hundeschicksalen und im Gepäck so viele Hoffnungen, dass sich die Last kaum tragen lässt.

 

Am 01.11.18 flogen wir „Blaulichtpfoten“ erneut für einige Tage nach Rumänien. Zuerst besuchten wir unser Partnertierheim in Campulung, direkt am südlichen Zipfel der Karpaten. Hier leben aktuell um die 800 Hunde. Die Lautstärke des Hundegebelles dröhnt in den Ohren. Kaum den Eingang passiert, werden wir direkt von ca. 50 Hunden freudig angesprungen und begrüßt. Die Erde ist schlammig und teilweise mit Fäkalien bedeckt. Diese spritzen uns direkt in das Gesicht, die Haare und die Kleidung, aber das ist uns egal, Hunde streicheln und Liebe geben, steht an erster Stelle. Wir begrüßen die Tierheimleitung Oana und Iulian vor Ort, die uns wie immer herzlich empfangen. Wir sind jedoch nicht zum Urlaub machen hier, wir entscheiden, welche Hunde hoffen dürfen und welche traurig zurückbleiben müssen. Wir suchen Hunde für eine Vermittlung nach Deutschland aus und entscheiden uns hierbei für ca. 30 Hunde. Ist diese Entscheidung einfach? Nein, sie ist absolut traurig. Wir wählen freundliche aufgeschlossene Hunde aus, vermessen sie, schätzen das Alter ein und geben ihnen einen Namen…..einen Namen, der ihnen die Chance auf eine Vermittlung geben soll. Nach ca. 5 Stunden sind wir fertig, wir müssen und erstmal hinsetzen und alles verarbeiten. Lange Zeit haben wir dafür nicht. Die Reise muss weiter gehen. Wir besetzen unser Fahrzeug neu und fahren ca. 5 Stunden in Richtung Braila. Unser zweites Partnertierheim wartet.

Nachdem es in dem alten Tierheim in Braila immer wieder zu Diebstählen von Hundefutter gekommen war und die Hunde dort nicht mehr sicher vor Eindringlingen waren, ist unsere Partnerin Lina umgezogen. Der Weg zu ihr führt uns über fast unbefahrbare Straßen mit riesigen Kratern und Steinen. Immer wieder müssen wir ausweichen, um nicht samt dem Auto in den riesigen Löchern zu verschwinden. Endlich angekommen befinden wir uns „Irgendwo im Nirgendwo“, es sieht fast aus wie eine Wüste. Bei Lina leben momentan über 300 Hunde, viele aus den umliegenden Tötungsstationen, Hunde, die sterben sollten, ohne jemals ein Verbrechen begangen zu haben. Sie sollten sterben, weil sie leben. Lina hat vor Ort sogar eine Auslauffläche geschaffen und versucht, allen Hunden regelmäßig etwas „Freiheit“ zu gönnen. Auch hier, eine Lautstärke bestehend aus Bellen und „Schreien“. Die Schreie der Hunde, die sich durch die Überfüllung dort streiten und gegenseitig in Panik beißen. Es gibt einfachere Entscheidungen im Leben, als auch hier wieder „nur“ 25 Hunde für eine Vermittlung auszusuchen und sich bei den anderen leise zu entschuldigen, dass man ihnen keine Hoffnung geben kann.

Wir sammeln gerade händeringend Spenden, um alle ausgewählten Hunde impfen und chipen zu lassen, dabei wird auch der EU-Ausweis für eine gültige Einreise nach Deutschland ausgestellt. Diese tollen Hunde suchen nun alle ein Zuhause, eine Pflegestelle oder ein Tierheim, dass sie übernehmen kann. Suchen Sie einen treuen Begleiter? Dann schauen Sie doch auf unserer Homepage www.blaulichtpfoten.de vorbei und lassen Sie Ihr Herz sprechen.

 

Was passiert in Rumänien mit den sogenannten Angsthunden? Sie bleiben vor Ort bis sie sterben oder getötet werden. Das ist leider die Wahrheit, da sich diese Hunde nur schwer bis gar nicht vermitteln lassen. Die Hunde sind stark traumatisiert, misshandelt durch Menschenhände. Wir können sie nicht alle retten, aber auch von diesen Hunden möchten wir wenigstens den ein oder anderen Hund retten. Hier haben wir ein Integrationsprojekt ins Leben gerufen und „Island of Hope“ in Kreuzau für uns gewonnen. Die ehemalige Lüdenscheiderin Nicole Heßmert ist ausgebildete Hundetrainerin und spezialisiert auf traumatisierte Auslandshunde. Sie lebt auf einer Ranch mitten „im Grünen“ und ruft mit uns zusammen ein spezielles Integrationsprojekt ins Leben. Wir Blaulichtpfoten können dort Einzel- und Doppelzimmer für Angsthunde buchen und Nicole arbeitet mit den gestressten Tieren, bis sie wieder Lebensmut und Lebensfreude entwickelt haben. Danach können die tollen Hunde eine eigene Familie suchen. Interessenten für die jeweiligen Hunde können direkt bei dem Training mit einsteigen und somit von Anfang an die Bindung zueinander stärken.

Ein Doppelzimmer kostet uns jeden Monat 600 Euro, ein Einzelzimmer 500 Euro. Das Training ist inklusive. Wir suchen dringend Sponsoren und Paten für die jeweiligen Zimmer, die jeden Monat bereit sind, mindestens 15 Euro dabei zu steuern, damit auch die Hoffnungslosen eine Chance auf ein glückliches Leben erhalten können. Sind Sie interessiert an diesem Projekt? Dann schreiben Sie uns bitte an unter info@blaulichtpfoten.de oder rufen Sie uns an 02337-4824340.

Live im Tierheim Braila:

 

Live im Tierheim Campulung:

 

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Maike Schmidt (1. Vorsitzende von Blaulichtpfoten e.V.)

 

Spendenkonto:

Blaulichtpfoten e.V.

IBAN: DE 31 4401 0046 0295 2724 64

BIC: PBNKDEFF

 

Paypal: Spenden@blaulichtpfoten.de

 

 

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